Outsourcing

Unter Outsourcing versteht man die Auslagerung von Aufgaben, Prozessen oder ganzen Unternehmensbereichen an externe Dienstleister oder dediziertes Tochterunternehmen. Die ausgelagerten Aufgaben zählen in der Regel nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Durch die Spezialisierung des Dienstleisters kann dieser die Prozesse effizienter und kostengünstiger abwickeln und anbieten. Indirekt führt dies außerdem zu einer Qualitätsverbesserung innerhalb des auslagernden Unternehmens und dies verbessert langfristig die eigene Position am Markt.

Outsourcing in der Logistik

Das Outsourcing hat in der Logistik einen besonderen Stellenwert. Denn insbesondere Logistikaufgaben werden von Unternehmen, von KMU bis Großkonzern, an spezialisierte Drittanbieter abgegeben. Die Lagerung und Transport von Güter kann von den logistischen Dienstleistern dank der Spezialisierung und verfügbaren Leistungen kostengünstiger und zuverlässiger angeboten werden.

Logistikunternehmen und Speditionen selbst nutzen Outsourcing für gängige andere Sekundärfunktionen wie IT, Buchhaltung, Personal oder Kundenservice.

Logistik-Dienstleister übernehmen Lagerung und Transport für die einzelnen Auftraggeber. Spezialisierung, Know-How und Größenvorteile, besonders bei der Beförderung von Stückgut als Sammelladung, sind die Argumente, weshalb diese Aufgaben nicht von den Unternehmen selbst abgewickelt werden.

Formen des Outsourcings

Das Outsourcing kann zunächst räumlich klassifiziert werden.

Internes Outsourcing
Abgeben der Aufgaben oder Prozesse an interne zur Unternehmensgruppe gehörende Tochterunternehmen.

Onshoring
Abgeben der Aufgaben oder Prozesse an externe Dienstleister im Inland.

Nearshoring/Offshoring
Abgeben der Aufgaben oder Prozesse an externe Dienstleister im angrenzenden, nahen Ausland (Nearshoring) oder nach Übersee (Offshoring).

Außerdem kann das Outsourcing auch noch wie folgt in die wichtigsten Unterformen aufgeteilt werden.

Business Process Outsourcing (BPO)
Ganze Geschäftsprozesse werden an den externen Dienstleister abgegeben. Eine gängige Outsourcing-Praxis ist die Auslagerung der Buchhaltung und Lohnabrechnung.

Knowledge Process Outsourcing
Das Wissen zur Ausführung gewisser Aufgaben steht dem Unternehmen unzureichend oder gar nicht zur Verfügung, so dass es wirtschaftlich sinnvoller ist, dies an einen externen Dienstleister mit der entsprechenden Expertise auszulagern, anstatt das Wissen intern vorzuhalten oder zu beschaffen.

Outtasking
Beim Outtasking wird nur eine ganz spezielle Aufgabe ausgelagert, die autark durch den externen Dienstleister bearbeitet werden kann. Der Hauptprozess verbleibt insgesamt jedoch beim Unternehmen und wird auch weiterhin intern gesteuert.

Application Servcie Providing (ASP)
Application Servcie Providing (ASP) meint die Auslagerung einer kompletten IT-Applikation. Der Dienstleister stellt dabei die Software auf einem externen Datacenter zur Verfügung. Das Unternehmen greift dann über Remote-Technik auf die IT des Dienstleisters zurück.

Gründe für das Outsourcing

Die Entscheidung, Aufgaben, Prozesse oder Unternehmensbereiche auszulagern sollte stets gut geplant und gut durchdacht werden, um die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit fundiert zu bewerten. Die allgemeinen Gründe, warum ein Unternehmen sich für Outsourcing entscheidet, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Kostensenkung: Durch die Spezialisierung des Dienstleisters und die meist nutzbaren Größenvorteile kann die outgesourcte Leistung kostengünstiger angeboten werden, so dass sich dies unmittelbar in der Kostenstruktur des Unternehmens niederschlägt.

Effizienzsteigerung: Da Aufgaben und Prozesse intern wegfallen, werden Resourcen frei, es entstehen weniger Reibungsverluste und die eigenen Mitarbeiter können sich auf die Kerntätigkeiten und -kompetenzen konzentrieren.

Qualitätssteigerung: Externe Anbieter haben sich auf die betreffende Outsourcing-Leistung spezialisiert und können diese damit in der regel zuverlässiger und hochwertiger liefern als es das auslagernde Unternehmen intern selbst abwickeln könnte.

Risikostreuung: Durch das Outsourcing bleibt das Unternehmen auch bei Schwankungen am Markt, Konjunkturschwächen oder kritischen Unternehmenssituationen flexibel.

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