KEP (Kurier-Express-Paketdienste)

KEP steht als Abkürzung für Kurier-Express-Paketdienste, die logistische Dienstleistungen in diesen Bereichen anbieten. Das Angebot der Dienstleister unterscheidet sich durch die Geschwindigkeit, Gewicht und Volumen der Packstücke und die Art der Durchführung des Versands der Güter. Gerade die Bestimmungen hinsichtlich Gewicht und Volumen erlauben eine starke Standardisierung und auch großes Potential zur Automatisierung des Services.

Unterscheidung von KEP-Diensten

Bei den KEP-Dienstleistern unterscheidet man zwischen vier Gruppen.

Kurier
Ein Kurierdienst zeichnet vor allem die direkte, individuelle Abholung und Zustellung (Desk to Desk). In aller Regel handelt es sich um Sendungen mit kleinerem Gewicht, die begleitet transportiert und schnell zugestellt werden. Bei einem Großteil der Sendungen, die per Kurierdienst abgewickelt werden, erfolgt lokal bis regional die Zustellung lediglich über kurze Strecken. Innerstädtisch übernehmen häufig Fahrradkuriere die direkte und persönliche Zustellung von Sendungen. Wert- und Geldtransporte bieten spezielle Sicherheitskuriere an.

Express
Diese Dienstleister bieten eine sehr schnelle und garantierte Laufzeit für den Versand an. Die Zustellung erfolgt aber nicht wie beim Kurier direkt, sondern über entsprechende Umschlagzentren. Damit die Lieferzeiten eingehalten werden können, sind die Abläufe der Express-Dienste stark automatisiert.

Paket
Paketdienstleister sind die am stärksten standardisierten und automatisierten Zusteller. Diese Systemdienstleister haben deshalb genaue Beschränkungen zu Gewicht und Volumen der Sendungen. Die Laufzeit des Versands ist länger als bei Express-Diensten und nicht garantiert.

Nachtexpress
Sendungen die per Nachtexpress abgewickelt werden, stehen dem Empfänger vor Arbeitsbeginn am nächsten Morgen zur Verfügung. Meist wird hier auf eine Quittierung verzichtet und die Sendung an zuvor definierten Übergabeplätzen abgeliefert. Eine Overnight-Lieferung wird über Nacht am nächsten Werktag zugestellt.

Datenkommunikation KEP-Dienste

Speditionssoftware bietet fast immer Schnittstellen in einem standardisierten Datenformat wie EDIFACT an oder binden Kunden auch über individuell konfigurierte Schnittstellen an. KEP-Dienstleister nutzen im Gegensatz dazu meist ihre eigene Datenkommunikation und Plattform, die dem Kunden zur Verfügung stehen. Um die Schnittstelle der KEP-Dienste elektronisch an eigene Systeme anzubinden, wird Middleware eingesetzt. Flexible Speditions- und Logistiksoftware integriert als zentrale Hub-Anwendung die gängigsten KEP-Dienste.

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