Just In Time

Just In Time (JIT) bedeutet „gerade rechtzeitig“ und meint die Anlieferung von Materialien in der Produktion, so dass diese direkt im Produktionsprozess einfließen können und verbraucht werden. Materialien oder Halberzeugnisse werden also erst dann in der Produktion angeliefert, wenn diese im Produktionsprozess benötigt werden.

Für den produzierenden Betrieb entfällt somit die Lagerhaltung, da die Just In Time Lieferung den Materialstrom auf den Zeitpunkt der Verwendung in der Herstellung abgestimmt hat. Durch die JIT Belieferung verringert sich der Lagerbestand, die Lagerkosten reduzieren sich und es wird weniger Kapital gebunden.

Just In Time Abwicklung

Voraussetzung des Just In Time Verfahrens für den Produzenten ist ein zuverlässiger Lieferant, der stets die Materialien in der richtigen Menge, in der gewohnten Qualität, am richtigen Ort und vor allem zur richtigen Zeit an die Produktion liefert. Die andernfalls auftretenden Lieferengpässe oder etwaige Qualitätsmängel bedrohen dann die gesamte Produktion.

Eine Just In Time Abwicklung bedeutet meist auch, dass kontinuierlich, teilweise mehrmals am Tag, geliefert wird. Dies muss sowohl vom Lieferant geleistet als auch im Produktionsprozess eingeplant werden.

Vorteile von Just In Time

Für den Kunden der Just In Time Lieferung ergeben sich vor allem Kostenvorteile, da die Kosten der Lagerhaltung eingespart werden können. Das Just In Time Verfahren findet vor allem in der Automobilherstellung Anwendung. Dem JIT-Lieferanten bietet sich hier eine Option auf eine längere vertragliche Bindung an den Produzenten, die beiden Partnern eine gewisse Planungssicherheit bietet.

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