NVE

Die Abkürzung NVE steht für Nummer der Versandeinheit und wird im englischen als SSCC (Serial Shipping COntainer Code) bezeichnet. Mit dieser Nummer werden weltweit Versandeinheiten wie Container, Paletten oder auch Pakete eindeutig gekennzeichnet.

Die NVE kann durch jeden der beteiligten Akteure in der betreffenden Lieferkette vergeben werden, sofern dies für die dedizierte Versandeinheit nicht schon in den vorgelagerten Stufen der Lieferkette vorgenommen wurde. Die einmal für eine Versandeinheit vergebene Nummer gilt dann für die gesamte Lieferkette. Werden Versandeinheiten zu einer größeren, übergeordneten Versandeinheit zusammengeführt, kann für die eine neue übergeordnete NVE vergeben werden.

Aufbau einer NVE

Die NVE besteht aus 18 Ziffern und basiert auf der GS1-Basisnummer eines Unternehmens. Die Generierung der NVE ist ähnlich dem Verfahren bei der GTIN zur eindeutigen Identifikation von Produkten. Da die NVE weltweit stets eindeutig und Versandeinheiten können darüber stets identifiziert werden, da Nummernüberschneidungen durch das Verfahren ausgeschlossen sind.

Die 18 Stellen der NVE werden wie folgt verwendet:

1. Stelle = Reserveziffer, die vom Unternehmen selbst gewählt werden kann
2.-8. Stelle = GS1 Basisnummer des Unternehmens, die auch insgesamt 8 oder 9 Stellen lang sein kann
9.-17. Stelle = Fortlaufende Nummer der NVE
18. Stelle = Prüfziffer, die sich aus den vorangegangenen Ziffern berechnet

Eine NVE kann also wie folgt aussehen:

5 3010435 000000001 0

In diesem Falle ist die Basisnummer 7 stellig. Im Falle einer 8 oder 9 stelligen Nummer stehen weniger Ziffern für die fortlaufende Nummer bereit.

NVE- warum sinnvoll

Für ein durchgängiges Qualitätsmanagement muss jeder Partner, der an der Lieferkette beteiligt ist, die Sendung zu jeder Zeit auf dem Weg vom Versender zum Empfänger eindeutig identifizieren können. Da die NVE weltweit garantiert überschneidungsfrei ist, kann dies in jedem Fall gewährleistet werden. In Verbindung mit einem Barcode ist die NVE zudem maschinen lesbar und elektronisch verarbeitbar. Das vereinfacht die Nachverfolgung, Steuerung, Kontrolle und somit auch die Optimierung der Logistikvorgänge im Zusammenhang mit den Versandeinheiten enorm.
Durch die elektronische Verarbeitung erleichtert dies insbesondere die teilweise gesetzlich vorgeschriebene Rückverfolgbarkeit bei Lebensmitteln, Medikamenten oder chemischen Erzeugnissen.

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