Flexible Rampensteuerung

Gedränge an der Verladerampe, Dutzende Lkw stehen Schlange und mit Zeitdruck im Nacken wollen alle möglichst gleichzeitig be- oder entladen werden. Spediteure, Frachtführer oder Verlader kennen die Problematik. Die LIS AG hat die Lösung.

Quelle: dhf INTRALOGISTIK

Rolf Hansmann, Projektmanager der LIS Logistische Informationssysteme AG erklärt: „Unser Ansatz ist kundenindividueller und stößt branchendeckend auf größere Akzeptanz“

Ineffizientes Zeitfenster-Management zieht nicht nur lange Stand- und Ladezeiten nach sich, sondern daraus resultieren auch die Nichteinhaltung vereinbarter Termine sowie hohe Verluste für Speditions- und Transportunternehmen. Lösungsansätze hierfür bieten moderne Transportmanagement-Systeme. Mit dem Ziel, Rampen ausgewogen auszulasten, Be- und Entladezeiten zu verkürzen sowie den gesamten Ladeprozess effizienter abzuwickeln, konzipieren IT-Unternehmen entsprechende Software. Diesen Ansatz verfolgt auch die Grevener LIS Logistische Informationssysteme AG mit ihrem Modul Zeitfensterverwaltung. Als Erweiterung ihrer Transportmanagement Software WinSped verspricht das Tool neben effizienteren Ladeprozessen auch Transparenz sämtlicher Vorgange.

Transparente Ladevorgänge
Ohne die Implementierung einer Zeitfensterverwaltungs-Software besteht die Rampensteuerung der meisten Unternehmen aus dem Führen von manuellen Excel-Tabellen. Koordiniert werden Termine hierbei vor allem in der Verwaltung, die jedoch in keinerlei weitere Prozesse eingebunden ist. Größtes Manko dieser Form der Rampensteuerung liegt in der Inflexibilität der beteiligten Akteure, da kurzfristige Liefer- und Terminfindungen nur durch hohen administrativen Aufwand bearbeitet werden können. Verkehrsbedingte Verspätungen einzelner Lkw führen zu unausgewogener Rampenauslastung, verlängerten Standzeiten und Frustration bei Frachtführer sowie Be- oder Entlader. Dank webbasierter Plattform begünstigt das Zeitfensterverwaltungs-Tool dagegen den umgehenden Informationsaustausch mit den einzelnen Frachtführern. Ladestationen profitieren zudem von der Transparenz aller planerischen und tatsächlichen Ladezeiten.

So erhalten Nutzer detaillierte Informationen über Dauer, Qualitäten der Fahrzeuge wie beispielsweise Sauberkeit, Zuverlässigkeit der Frachtführer sowie andere fahrzeugbezogene Details wie TÜV oder auch die Ladung von Gefahrgut.
Bei der Entwicklung ihres Zeitfenstermanagement-Systems wählte die LIS AG bewusst eine selbstständige Reservierung von Slots durch die jeweiligen Frachtführer und entschied sich damit gegen eine automatisierte Zuweisung einzelner Zeitfenster durch das System. Für das Grevener Unternehmen kam nur eine individuelle Buchung einzelner Ladezeiten infrage, wie Projektmanager Rolf Hansmann verdeutlicht: Unser Ansatz ist kundenindividueller und stößt branchendeckend auf größere Akzeptanz. Zwar erschwert er das Freihalten bestimmter Zeitfenster für Just-in-time-Produktionen, im engen Austausch mit unseren Kunden haben Wir uns allerdings schnell auf eine individuelle Buchung durch die Frachtführer festgelegt.“
Auch bei der Implementierung der Slotsteuerung gilt es individuelle Aspekte zu berücksichtigen. Problemfelder hierbei stellen vor allem die heterogenen Anforderungen jedes einzelnen Kunden dar. Insbesondere bei den lokalen Gegebenheiten sowie dem vorhandenen Personal besteht vor Einbindung der Lösung Klärungsbedarf. Anzahl, Beschaffenheit und Zusammengehörigkeit der Rampen spielen ebenso eine Rolle wie die Verfügbarkeit der Mitarbeiter sowie der entsprechenden Intervalle. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird die Anwendung konfiguriert und in das Unternehmensumfeld integriert.

Vorteile der Slotsteuerung
Nach Implementierung profitieren sowohl Verladestationen als auch Frachtführer von den Vorzügen der Zeitfenster-Lösung. Dank Kalenderfunktion überblicken Frachtführer verfügbare sowie bereits gebuchte Ladezeitintervalle der jeweiligen Verladeeinrichtung und können so umgehend ihre gewünschten Zeitfenster buchen. Individuelle und tagesbezogene Slots definieren Nutzer dabei unabhängig je Tor, Rampe oder Abholstelle. Auch die Taktung der Ladezeiten lassen sich durch den Anwender unterschiedlich festlegen. Dank Rechtekonzept zur Autorisierung einzelner Frachtführer weisen diese Transportaufträgen verfügbare Verladeeinrichtungen selbstständig zu. Nach einem vom Auftraggeber zeitlich definierten Buchungsabschluss überträgt das Modul die Buchungen ins WinSped-System und setzt die einzelnen Frachtführer per E-Mail über die verbindliche Slot-Buchung in Kenntnis. Weitere Änderungen können im Anschluss nur noch durch den Auftraggeber erfolgen. Im Rahmen der Zuordnung speichert die Anwendung Fahrzeug- und Fahrerdaten, sodass diese für jeden künftigen Buchungsprozess abrufbereit zur Verfügung stehen. Konfigurierbare Regeln für einzelne Reservierungen vermeiden zudem mehrfache Buchungen und das Belegen größerer Zeitfenster. Zudem wahrt die Slotsteuerung während des gesamten Buchungsprozesses die Anonymität aller Frachtführer und zeigt lediglich die Verfügbarkeit der unterschiedlichen Ladezeitintervalle an.

Standortübergreifende Kommunikation
Basis für die Umsetzung der Zeitfensterverwaltung entlang der gesamten Supply-Chain ist die standortübergreifende Kommunikation über die gemeinsame Plattform WinSped. Der Liefernde initiiert den Prozess durch das Bestellen eines Frachtführers oder durch eine automatische Zuweisung. Mit Quittierung der Transportübernahme fordert die Slotsteuerung dann den entsprechenden Frachtführer auf, ein Zeitfenster zu buchen. Hierbei prüft das System die Einhaltung der jeweiligen Slots. Sollten diese nicht mehr realisierbar erscheinen, steht den Nutzern auch eine Eskalationsfunktion zur Verfügung. Mit Buchung unterstützt das Personal an den Rampen die benötigten Prozessschritte proaktiv und optimiert so Be- und Entladezeiten. Auch die Qualitäten der einzelnen Frachtführer lassen sich mit der Zeitfensterverwaltung überwachen und geben so Auskunft über die Termintreue der entsprechenden Fahrer,
Das Zeitfenster-Verwaltungsmodul bietet die LIS AG Kunden zu zwei unterschiedlichen Konditionen an. Nutzer können zwischen einer transaktionsbezogenen Abwicklung oder einem herkömmlichen Kauf wählen. Bei der transaktionsbezogenen Variante zahlen Anwender je Buchung. Hierbei entstehen keinerlei Investitionskosten und auch Wartung sowie Support sind bereits inklusive. Zudem können die Transaktionskosten gegebenenfalls an den Spediteur weitergegeben werden. Beim herkömmlichen Kauf amortisieren sich die Investitionskosten in der Regel binnen eines halben Jahres.

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