Eiskalt ans Ziel

Die Lebensmittelindustrie ist bei Tiefkühlprodukten auf eine durchgehende Kühlkette angewiesen. Damit es zu keinen Unterbrüchen kommt, setzt eine Spedition auf eine innovative Software.

Quelle: Lebensmittel Technik

Die termingerechte Auslieferung von Waren hat in der Tiefkühllogistik oberste Priorität. Verzögerungen der Transportprozesse gefährden die Einhaltung der Kühlkette. Zur Wahrung dieser müssen die Abläufe genau aufeinander abgestimmt sein, sonst droht der Verlust der TK-Waren. Um den gesamten Transportablauf weiter zu automatisieren, implementierte TSK Logistik die Transportmanagementsoftware Winsped. Besonders im administrativen Bereich kommt der Tiefkühlspedition der IT-Einsatz zugute.
Tiefkühlpizza und -lasagne, -schnitzel oder -fischstäbchen, gefrorene Beeren, Erbsen oder Bohnen: Die von den Transportspezialisten beförderten Waren umfassen den gesamten TK-Bereich. Rund 8500 Aufträge bearbeitet die Spedition etwa pro Monat – eine Vielzahl davon für einen grossen international agierenden Tiefkühllogistiker. Die Auftragsabwicklung zog für die Spedition bisher jedoch viel Arbeitsaufwand nach sich, da das Unternehmen für die Dispositionsverwaltung, die Abrechnung und das Controlling sowie die Archivierung drei verschiedene Systeme einsetzte. «Die unterschiedlichen Lösungen verfügten untereinander auch nur über sehr schlechte Schnittstellenverknüpfungen», erklärt Georgios Kapouranis, Geschäftsführer von TSK Logistik. «Darum war eine IT-Neuausrichtung unausweichlich.»

Systemintegration ein entscheidender Faktor.

Bei der Suche nach einer neuen Lösung lag das Hauptaugenmerk auf der Flexibilität der Anwendung. Da der Grosskunde aus dem Tiefkühlbereich für die Logistiksparte bereits die Transportmanagement-Software Winsped erfolgreich einsetzte, entschied Kapouranis, sich näher mit der Lösung von LIS Logistische Informationssysteme AG zu beschäftigen. «Neben dem modularen Aufbau sprachen für das System vor allem die vereinfachte Systemintegration und Schnittstellenkonfiguration zwischen unserem Kunden und uns», erklärt Kapouranis. «In dem Zuge hat es uns natürlich auch überzeugt, dass unser Kunde bereits seit Jahren erfolgreich mit der Software arbeitet.»

Spedition nutzt unterschiedliche Module.

Als weitere wichtige Faktoren kamen der Funktionsumfang und die Projektabwicklung hinzu. «Die Anwendungsmöglichkeiten der Software sowie die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit haben uns schnell überzeugt. Wichtig war uns auch ein hoher Automatisierungsgrad. Dieser war mit Winsped gleich gegeben», verdeutlicht der Geschäftsführer. Mittlerweile setzt das Transportunternehmen die Lösung bereits seit mehreren Monaten ein. Mit der speditioneilen Abwicklung, dem Ladungsverkehr, der Lademittelverwaltung, der Fuhrparkterminverwaltung, der Personalverwaltung, dem Statistikmodul und dem Dokumentenmanagement- System (DMS) nutzt die Spedition ein ganzes Paket an Funktionsbausteinen. Aktuell arbeiten etwa 14 Mitarbeiter mit der Software und rund 190 Fahrzeuge sind in die Prozessabwicklung mit Winsped integriert.

Automatisierte Auftragsabwicklung.

Bei Transportspezialisten erfolgt die erste Auftragsannahme in der Regel per Telefon. Ein entsprechender Auftrag kommunizieren die Kunden zunächst telefonisch, den dann das Unternehmen entweder annimmt oder verwirft. Im Falle einer Auftragsannahme übermittelt der Kunde den elektronischen Auftrag über die Softwareschnittstelle automatisch in das System der Tiefkühlspedition. Alle relevanten Transportdaten liegen den Mitarbeitern so unmittelbar vor. «Die übermittelten Informationen verarbeitet dann unsere Disposition weiter», erklärt Kapouranis. «Das heisst sie prüft, passt gegebenenfalls an, disponiert und leitet die Infos an den durchführenden Mitarbeiter weiter.» Im nächsten Schritt integriert die Spedition die eingereichten Transportbelege in das Transportmanagementsystem und fügt die entsprechenden Sendungen hinzu. Sobald die Unterlagen vollständig sind, erfolgt die Abrechnung der kompletten Tour über Winsped. Der Einsatz des DMS zur Archivierung der Belege hilft zudem, die Papierflut im Tagesgeschäft zu bewältigen.

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